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TON AN / AUS

Inhalt

Nach THE GUARD - Die neue rabenschwarze Schuld-und-Sühne-Komödie mit Brendan Gleeson, von John Michael McDonagh!

Ein gutherziger, irischer Priester, die Sünden anderer und das unumgängliche Versprechen eines seiner Schützlinge „AM SONNTAG BIST DU TOT“.

Eigentlich will Dorfpriester James Lavelle (Brendan Gleeson) doch nur, dass es allen Menschen in seinem Provinznest an der irischen Küste gut geht. Doch seine Gemeinde schockt ihn regelmäßig durch ihren Hass und ihre Streitlust.

Eines Tages, als der Geistliche die Beichte abnimmt, droht ihm eines seiner Schäfchen: „Am Sonntag bist du tot!“ Nicht, dass der unbescholtene Priester etwas ausgefressen hätte. Er soll stellvertretend für einen anderen katholischen Priester sterben, der dem Gläubigen früher Schlimmes angetan hat, aber nicht mehr lebt. Immerhin hat sich vor knapp 2000 Jahren ja auch Jesus Christus für die Sünden der Menschheit geopfert und schuldlos auf dem Hügel Golgatha kreuzigen lassen.

Das Beichtgeheimnis hindert den Priester daran, die Polizei einzuschalten. Also muss er sich selbst auf die Suche nach seinem zukünftigen Mörder machen. Eine turbulente Woche vergeht wie im Flug. Wird die raue Küste Irlands am Sonntag zu seinem ganz persönlichen Golgatha?

Figuren

Brendan Gleeson
Chris O'Dowd
Kelly Reilly
Aidan Gillen
Dylan Moran
Isaach de Bankolé
M. Emmet Walsh
Marie-Josée Croze
Domhnall Gleeson
Pat Shortt
Gary Lydon
Killian Scott
Orla O'Rourke


Brendan Gleeson über AM SONNTAG BIST DU TOT:
„Wir leben in einer seltsamen Zeit. Heute fällt es den Leuten schwer, an Helden zu glauben. Ich habe als Schauspieler schon viele Anti-Helden verkörpert. AM SONNTAG BIST DU TOT schwimmt gegen den Strom. Es ist fast schon revolutionär, einen unbescholtenen Priester, der nur Gutes tun will, ins Zentrum zu rücken. Die Dreharbeiten waren für mich emotional und unbarmherzig. Wenn man eine Figur spielt, die ständig angegriffen wird und sich für die Sünden anderer Menschen opfern soll, braucht man ein dickes Fell.“


Chris O'Dowd über Jack Brennan
„Er ist der Metzger des Ortes. Seine Ehe steckt in der Krise, er teilt seine Frau mit einem anderen Mann und findet das eher heikel. Er ist der gehörnte Mann im Dorf. Alle schauen auf ihn herab und finden ihn jämmerlich. Er hat definitiv einen Schaden, aber damit passt er gut in diese irische Kleinstadt, die von unkonventionellen und verrückten Menschen bewohnt wird. Er kämpft mit seinem Glauben und hat dafür gute Gründe. Das Sakrament der Ehe, an das er früher aus tiefstem Herzen glaubte, hat ihn zerkaut und ausgespuckt. Deshalb ist sein Verhältnis zur Kirche auch nicht das Beste.“


Kelly Reilly über Fiona:
„Sie ist die Tochter des Priesters. Sie wurde geboren, bevor ihr Vater Priester wurde. Er entschied sich damals für diesen Weg, weil seine Frau gestorben war. So gab er sein bisheriges Leben auf, kehrte nach Irland zurück und ließ Fiona allein. Die beiden hatten zwar Kontakt, aber die Beziehung ist alles andere als gut. Ihre Beziehungen zu Männern sind problematisch, sie ist manisch-depressiv und hat schon mehrfach versucht, sich umzubringen. Im Grunde steckt sie voller Dämonen, die sich nur schwer austreiben lassen.“


Aidan Gillen über Dr. Frank Harte:
„Sein Name führt in die Irre, denn er ist ein herzloser Arzt. Er passt gut in diese schwarze Komödie, in der Romantik und einvernehmlicher Sex keine Rolle spielen. Dr. Harte ist ein cooler, unbeteiligter Beobachter. Er lehnt sich zurück und schaut den Leuten dabei zu, wie sie sich ihr eigenes Grab schaufeln. Als Arzt weiß er, was in der Gemeinde vor sich geht. Er ist schlagfertig und ein Realist, der sich nicht an der Hysterie, die sich in der Kleinstadt breitmacht, beteiligt.“


Dylan Moran über Michael Fitzgerald:
„Er ist sehr reich, wohnt in einem riesigen Anwesen und besitzt eigentlich alles, was man für Geld kaufen kann. Doch darüber hinaus besitzt er nichts. Seine Frau und seine Familie haben ihn verlassen. Er lebt allein mit seinen Pferden und seinen Waffen. In seinem Herzen herrscht völlige Leere. Er kann zu niemandem ehrlich sein, nicht mal zu sich selbst. Allerdings vertraut er auf Gott. Zu ihm kann er offen und ehrlich sprechen, ohne dass er befürchten muss, dass ihn das etwas kosten wird.“


Isaach de Bankolé über Simon:
„Er ist ein Automechaniker afrikanischer Abstammung. Mit Motoren kommt er besser klar als mit Menschen. Er ist nicht freiwillig in der Stadt, sondern notgedrungen. Er mag Gott und ist ein strenger Katholik, aber er mag es nicht, wie sich die Kirche in das Leben der Menschen einmischt.“


M. Emmet Walsh über Gerard Ryan:
„Er ist ein amerikanischer Autor mit treuer Fangemeinde. Gerard schreibt jedes Jahr ein Buch, das weder Billigliteratur ist noch hochtrabend historisch. Obwohl er leicht Freundschaften mit fremden Leuten schließen kann, lebt Gerard einsam auf einer Insel, die drei oder vier Meilen vom Festland entfernt ist. Der Priester kommt einmal pro Woche mit der Fähre und bringt Gerard Bücher, die er bestellt hat. Die beiden führen eine intellektuelle Beziehung. Gerard reißt Witze über den katholischen Glauben, aber er besucht regelmäßig die Kirche. Er will auf keinen Fall alt und schwach werden. Wenn er meint, seine Zeit sei gekommen, will er seinem Leben eigenmächtig ein Ende setzen.“


Marie-Josée Croze über Teresa Robert:
„Sie trifft den Priester, nachdem ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Sie tauschen sich über Gott, das Leben und den Tod aus und kommen sich auf geistiger Ebene sehr nah. Die Art, wie sie auf den Tod ihres Mannes reagiert, ist ungewöhnlich. Sie handelt sehr rational und zieht daraus ihre Kraft für das weitere Leben. Sie ist vielleicht die einzige Person in der kleinen irischen Gemeinde, die dem Priester nichts Böses will.“


Domhnall Gleeson über Freddie Joyce:
„Der kriminelle Freddie Joyce ist nicht vergleichbar mit den anderen Figuren im Film: Keine seiner früheren Straftaten lässt sich rational erklären oder gar entschuldigen. Wenn er im Gefängnis mit dem Priester spricht, erfahren wir, dass er mehrere junge Frauen vergewaltigt, ermordet und aufgegessen hat. Freddie hat im Film die Aufgabe, den Priester an seine Grenzen zu führen. Wenn er mit dieser durch und durch bösen Person konfrontiert wird, muss er seine bisherige Meinung über Sünde und Vergebung überdenken. Vielleicht sieht er die Hölle dann mit anderen Augen.“


Pat Shortt über Brendan Lynch:
„Ihm entgeht nichts, was in der kleinen Stadt passiert. Er hasst die Banken und die Finanzkrise und fordert von der Kirche eine konsequente Haltung zu den Alltagsproblemen der Menschen.“


Gary Lydon über Inspector Stanton:
„Er ist der lokale Hüter des Gesetzes. Er stattet den Priester mit einer Waffe aus, die einst seinem Urgroßvater gehörte. In gewisser Weise ist der Gesetzesmann ein Verbündeter des Geistlichen, auch wenn er sich gern über die heutige Kirche beschwert. Er ist ein Rebell, ein Punk, ein Einzelgänger.“


Killian Scott über Milo Herlihy:
„Er ist an einem Punkt angekommen, an dem er sich nur noch umbringen kann oder der Armee beitreten muss. Der Grund dafür ist, dass niemand mit ihm Sex haben will. Der Priester ist die einzige Person, der Milo sich anvertrauen kann. Ihm fehlt jede soziale Kompetenz, gesellschaftliche Konventionen sind ihm egal.“


Orla O'Rourke über Veronica:
„Anfangs hielt ich Veronica, die ich im Film spiele, für eine sehr provokante Person. Sie macht immer genau das Gegenteil von allem, was die Leute von ihr erwarten. Doch bei näherer Betrachtung ist Veronica eine sehr traurige Figur. Sie ist süchtig nach Liebe, aber fühlt sich allein. Sie hat einen Mann und einen Liebhaber, vielleicht sind es auch mehrere Liebhaber.“

CAST
/
CREW

Priester James Lavelle   Brendan Gleeson
Jack Brennan   Chris O'Dowd
Fiona Lavelle   Kelly Reilly
Dr. Frank Harte   Aidan Gillen
Michael Fitzgerald   Dylan Moran
Simon   Isaach De Bankolé
Gerald Ryan   M. Emmet Walsh
Theresa Robert   Marie-Josée Croze
Freddie Joyce   Domnhall Gleeson
Timothy Leary   David Wilmot
Brendan Lynch   Pat Shortt
Inspector Stanton   Gary Lydon
Milo Herlihy   Killian Scott
Veronica   Orla O´Rourke
Leo Mac Arthur   Owen Sharpe
Bischof Montgomery   David McSavage
Michael O´Sullivan   Michael Og Lane

Buch und Regie   John Michael McDonagh
Kamera   Larry Smith
Schnitt   Chris Gill
Musik   Patrick Cassidy
Produktion   Reprisal Films, Octagon Films
Ausführender Produzent   Robert Walak
Produzenten   Chris Clark, Flora Fernandez Marengo, James Flynn
Koproduzenten   Elizabeth Eves, Aaron Farrell
In Zusammenarbeit mit   Lipsync Productions
Förderung   The Irish Film Board, British Film Institute
Verleih Deutschland   Ascot Elite Filmverleih GmbH

Tracks
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Infos


  • 01. Na mBeannaiochtai (The Beatitudes I) (4:11)
  • 02. Calvary Theme (2:58)
  • 03. Ben Bulben (3:54)
  • 04. The Beach (1:33)
  • 05. Don’t Change The Subject (:37)
  • 06. Memories Fade (1:08)
  • 07. Fiona Awakens (1:05)
  • 08. Teresa (3:09)
  • 09. Confession (2:18)
  • 10. Freddy Joyce (:58)
  • 11. Why Am I Here (1:40)
  • 12. Your Church Is On Fire (1:21)
  • 13. Veronica (1:44)
  • 14. Third Act Revelation (3:20)
  • 15. Bruno (:59)
  • 16. Country Lane (:45)
  • 17. Dream (:37)
  • 18. But I Will Go On (2:41)
  • 19. Forgiveness (1:03)
  • 20. A Lone Figure (2:57)
  • 21. Say Your Prayers (4:02)
  • 22. Na mBeannaiochtai (The Beatitudes II) (4:16)

Der Komponist und die Musik:
Am bekanntesten ist Patrick Cassidy bislang für Children of Lir, dem ersten großen sinfonischen Werk in irischer Sprache. Aufgenommen vom London Symphony Orchestra und Chor hielt es sich mehr als ein Jahr auf Platz 1 der irischen Klassikcharts.

Patrick Cassidy begann seine musikalische Ausbildung schon früh an Klavier und Harfe, beendete aber erst einmal ein Magisterstudium in Limerick mit dem Hauptfach Mathematik, bevor er 1988 sein Debütalbum Cruit mit Musik von Harfenisten des 17. und 18. Jahrhunderts, arrangiert für die irische Harfe und ein Barockensemble, veröffentlichte.
Mittlerweile lebt Cassidy in Los Angeles und hat die Musik zu einer Vielzahl von Filmen und Dokumentationen wie Che Guevara, Kill the Irishman, Ligeia, L’Aviatore oder Salem’s Lot geschrieben oder am Soundtrack mitgewirkt.

Quelle und weitere Informationen: www.patrickcassidy.com

Zwischen Chorälen, starken gälischen Motiven und verzehrender Melancholie bewegt sich Patrick Cassidys bewegender und gefühlvoller Score. Als Solisten konnte er die Vokalisten Iarla Ó Lionáird (bekannt durch seine Arbeit mit dem Afro Celt Sound System und mit Peter Gabriel) sowie Aya Peard (bekannt durch ihre Background Vocals u.a. bei Leonard Cohen, Nick Cave, KD Lang oder Tori Amos) gewinnen. Dazu kommen neben dem RTÉ Concert Orchestra unter der Leitung von Robert Houlihan der Violinist Odhran O'Casaide und Michael Eskin an der Low Whistle.

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